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DIE URSPRÜNGE

foto delle rupi di offida con in alto S.Maria della Rocca dove anticamente sorgeva un castello longobardo
Die beeindruckenden Felsen von Offida, oben santa Maria della Rocca, wo sich einst eine langobardische Burg erhob. 

Offida kann vermutlich auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Der Historiker G. Allevi (1834 – 1896) aus Offida, behauptet in seinem Band " Offida preistorica " (1889) aufgrund der von ihm entdeckten Nekropolen in Offida und Umgebung, dass die Ursprünge des Städtchens bis in die Steinzeit zurückreichen. Und dass das Volk der Pelasger, aus Kleinasien einwandernd, die ersten Zeichen der Zivilisation in die Gegend von Offida brachten.

Nach Allevi erreichten die Pelasger, die bereits Eisen, Bernstein Bronze und Glas verarbeiteten, die Adriaküste auf dem Seeweg und errichteten an ihrem Landungsort der vermutlich beim heutigen Marano in der nähe von Cupra Marittima lag, der Göttin Cupra zum Dank einen Tempel.

An den Flussläufen des Tesino (aus dem etruskischen "Tusein"), des Aso (Aesi) und der Tenna (Thina) entlang ins Landesinnere vordringend erreichten sie schließlich das Territorium von Offida. Nach der Unterwerfung der einheimischen Stämme, gründeten sie eine Siedlung die sie nach der Schlange " Ophite " benannten, der sie auch einen Tempel weihten.

Reste jenes Tempels will der Historiker 1878 in der Umgebung des Landgutes des Anwalts Giovanni Mastrangelo (zona Ciafone II) entdeckt haben.

Auch der Historiker A. Marchionni (!853 – 1902) war ein Verfechter der Pelasger – Theorie. In seinem Werk " Notizie storiche e statistiche di Offida " (1889) behauptete er aufgrund der Bestattungsweise der Pelasger, die das Gesicht der Verstorbenen nach Osten richteten, (in Richtung der verlassenen Heimat) den Beweis für diese Theorie gefunden zu haben, da dies auch auf die über 400 Gräber die in der Umgebung von Offida gefunden wurden zutrifft.

A.F. Marcucci (1717 – 1778) hingegen schrieb in seinem Werk "Saggio delle cose ascolane " (1766)dass der Begriff Ophis im Griechischen wie auch im Etruskischen die gleiche Bedeutung habe, nämlich Schlange und das aufgrund dessen als die wahren Gründer des Städtchens nur die Etrusker in Frage kämen.

Moderne Historiker dagegen behaupten, dass die Etrusker ihre Ursprünge auf der Italienischen Halbinsel haben und durch den Kontakt mit anderen einheimischen Kulturen einen gehobenen Grad der Zivilisation erreicht haben. Eine Position die auch Dionigi von Alicarnasso (griechischen Rethor und Historiker des 1. Jahrhunderts v. Chr.) in seinem Buch " Storia antica di Roma " vertritt

Der Geschichtsforscher C. Arduini (1815 – 1881) hingegen bestritt diese Theorie. 1844 schrieb er in dem Band " Memorie istoriche della città d’Offida " dass die Ursprünge Offidas vermutlich mit der Langobardischen Besetzung von Ascoli in Verbindung stehen.

Die Burgen von Montalto, Amandola, Comunanza, Appignano und Offida wurden, seiner Meinung nach, von den sich ins umliegende Hügelland vor den Langobarden flüchtenden Ascolanern gegründet.

Nach Arduini entwickelte sich Offida, letztendliche von den Langobarden unterworfen, zur größten und wichtigsten Burg in der Grafschaft von Ascoli und wurde zum Sitz eines " Gastaldo " (bei den Langobarden war der Gastaldo oberster Offizier des Hofstaates oder der Stadt, spielte militärisch eine wichtige Rolle und hatte die Güter des Koenigs zu verwalten).

Andere sind der Meinung der Name Offida gehe aus dem Lateinischen "Oppidum" hervor, was zur Zeit der Römer befestigte Siedlung bedeutete, was hieße, dass die Gründung Offidas in Zusammenhang mit der Römischen Geschichte bzw. mit der Römischen Expansion gesehen werden müsse.

Der bekannte Latinist und Gräzist B. Palucci geht davon aus, dass das Wort Offida aus der Bezeichnung "Ipsiida" hervorging, was soviel wie oben im Wald bedeutete und das es farfensische Mönche waren die den Ort so benannten (Vita Picena – Dezember 1986).

Der Historiker D.Maggi (1710?-1789) behauptet in seinem Buch " Der Firmanae urbis origine, atque ornamentis " von 1788 in dem Zitat " Aufidana prope Truentum" aus dem Werk "Itinerario di Antonio" (Antonius der Ehrerbietige – Römischer Kaiser im 1. Jahrhundert n. Chr.) und in dem Werk " Geografia " von Tolomeo (Claudio Tolomeo Alessandrino – ägyptischer Mathematiker, Astronom und Geograph) das picenische Städtchen Offida erkannt zu haben.

dis. Arch. G. Lunerti con l'individuazione del 1° insediamento: il castello Longobardo
Erste Ansiedlung, die langobardische Burg

Auch der Historiker A. Rosini (1595 – 1668) war dieser Meinung und zitiert in seinem Buch "Compendioso racconto historico della terra di Offida " (1654) zur Unterstützung seiner Theorie, das 12. Kapitel der " Naturalis Istoria " von Plinius dem alten (1. Jahrhundert n. Chr.). Doch O. Arduini bezweifelte diese Auslegung und behauptete, dass das " Aufidena (Offida?) prope Treuntum von den alten Forschern zitiert, mit einem Sannitischen Städtchen gleich zusetzen ist.

Aus Notizen die uns der Historiker G.Colucci (1752 - 1809)

in seinem Werk, " antichità Picene " (1786) hinterließ, ist zu ersehen,dass Offida unter den Karolingern und dem heiligen römischen Reich zu einem wichtigen Zentrum heranwuchs und Sitz eines Gastaldo wurde.

Es existieren also verschiedene Theorien zu den Ursprüngen Offidas, von denen einige auch Stichhaltig sind. Was die These von Allevi betrifft, fügen wir nur hinzu, dass die entdecken und mit den Pelasgern (Etruskern?) in Zusammenhang gebrachten Nekropolen, nach den neusten Forschungen der picenischen Kultur zuzuschreiben sind, und dass die Göttin Cupra wohl die höchste Gottheit der Picener war.Was die Zeit der Römer und Langobarden betrifft, ist zu unterstreichen, dass in der Umgebung von Offida zahlreiche archäologische Funde gemacht wurden, die heute im Stadtmuseum von Offida zu bewundern sind.

Aber jetzt wird es Zeit in die unzweifelhaft dokumentierte Geschichte von Offida einzutreten.